Schiller - "NACHT" (avec Ben Becker)
Extrait de l'album "SEHNSUCHT" (2008)
wenn nacht begräbt des staubes schmerzen,
wohin wird, ach die seele fliehn ?
sie stirbt nicht – aus erloschnem herzen
muß sie zu anderen reichen ziehn.
wird sie entkörpert dann auf sternen
und schritt um schritt zum himmel gehn ?
wird sie sogleich des weltalls fernen,
ein lebend aug', entschleiert sehn ?
unendlich, ewig, nie verwesend,
allsehend, aber unsichtbar,
das buch der erd' und himmel lesend,
schaut sie im geist, was ist und war:
die schwächste spur aus grauen jahren;
die im gedächtnis dämmern mag,
das bild der dinge, welche waren,
steht wieder da wie heller tag.